HEGEL.MACHT.LIEBE.

Wann:
5. Februar 2016 um 18:00 – 22:00
2016-02-05T18:00:00+01:00
2016-02-05T22:00:00+01:00
Preis:
18 Euro / erm. 12 Euro
Kontakt:
030-41715887
TRAGIKOMISCHES MUSIKTHEATER / der vierte Teil der Morion-Dodekalogie
frei nach Arthur Schnitzler’s REIGEN, Hegel’s ENZYKLOPÄDIE DER PHILOSOPHISCHEN WISSENSCHAFTEN III und anderen / Regie: RAPHAEL DLUGAJCZYK / Musik performt von THE HEGEL’Z (post-industrial / alternative / neo-grunge / schlager)

 

Hegel_PlakatIm vierten Teil der Morion-Dodekalogie versucht der alleinige Schöpfer G. F. W. Hegel anhand der „Liebe“ seine Philosophie des Geistes theatralisch zu beschreiben. In gewohnter ‚Morion-Manier‘ (wie in den anderen Teilen: Morion-Urfassung; Morion.1-reCreaTionX, Morion2. – Alkestis und Morion.3 – Woyzecks Buechner) wird das Inszenieren selbst zum Thema des Theaterstücks, bis hin zu dem Punkt, an dem die Realität der Regie- und Autoren-Ebene nicht mehr von der Fiktion der Drama-Ebene zu unterscheiden ist. /  Die theatralische Grundlage für die zehn Hauptbegriffe der Hegelschen Geistesphilosophie sind die zehn Dialoge des REIGENs  des Wiener Schriftstellers Arthur Schnitzler. „Das Stück schildert in zehn erotischen Dialogen die ‚unerbittliche Mechanik‘ des Beischlafs (der im Stück nicht gezeigt wird) und sein Umfeld von Macht, Verführung, Sehnsucht, Enttäuschung und das Verlangen nach Liebe. Es zeichnet ein Bild der Moral in der Gesellschaft des Fin de siècle und durchwandert dabei in einem Reigen alle sozialen Schichten vom Proletariat bis zur Aristokratie.“ (Quelle: Wikipedia) Die Skandalumwitterte Uraufführung des Reigens fand 1920 in Berlin statt.  /  An eben diesem Ort, hier in unserer wunderschönen Stadt des Schaffens, wirkte auch der berühmte und einflussreiche Staatsphilosoph G. F. W. Hegel. Bekanntlich war der große Kopf der begrifflichen Abstraktion allerdings in „Liebesdingen“ etwas bieder und unbeholfen, sodass er schnell Gefallen und (ja fast schon irrationale) erotische Anziehung zum Geschehen seiner Inszenierung findet. Schließlich, als es um den Begriff der „Philosophie“ geht, greift Hegel direkt ins Geschehen ein. Ein verhängnisvoller Pakt mit dem Tod/Homer, den er zu Beginn der Inszenierung eingehen musste, um den närrischen Wahnsinn aus Morion zu vertreiben, ergreift nun die Schicksalszügel der Aufführung. Zwischen Eros und Thanatos bleibt die Logik auf der Strecke: Was bleibt ist kaltblütige Macht, mit der die toten Seelen ihre Liebesabenteuer zelebrieren. Wo das wohl hinführen wird, wenn nicht zurück zum grünumwobenen Wahnsinn? Lassen Sie sich berieseln von neuen Bildern, Geschichten, Vokalisen und Musiken aus Morion…